Dreimonatskoliken

Dreimonatskoliken

Unsere Erfahrungen mit den Säuglingskoliken

Dreimonatskoliken – davon können wohl viele Eltern ein Lied singen. Wir auch. Heute möchte ich euch darüber berichten, was wir ausprobiert haben und was uns geholfen hat. Begonnen hat das Ganze schon im Krankenhaus an Maras zweitem Lebenstag. Im Krankenhaus wurden uns zwei Maßnahmen dagegen gezeigt.

Zum einen war das die Bauchmassage. Hierbei massiert man das Bäuchlein des Baby mit leichtem Druck im Uhrzeigersinn. Das war auf jeden Fall eine Sache, die uns sehr geholfen hat. Was haben wir Mara stundenlang den Bauch gestreichelt und massiert. Aber was solls, es hat ihr geholfen. Sie konnte entspannen und die Verdauung wurde angeregt. Im Zuge dessen haben wir später auch mal die Massage mit Windsalbe ausprobiert. Hierbei konnten wir allerdings nicht wirklich einen Unterschied zu der Massage ohne die Salbe feststellen.

Weiterhin wurde uns im Krankenhaus der sogenannte „Fliegergriff“ gezeigt. Dabei trägt man das Baby mit seinem Bauch nach unten auf dem Unterarm. Da kann ich einfach sagen, das war goldwert. Auch heute mag sie es ab und zu noch so umhergetragen zu werden.

Als Mara zwei Wochen alt war, sind wir trotzdem einmal zum Kinderarzt gefahren um ihre Bauchschmerzen abklären zu lassen. Dort haben wir dann zwei Rezepte bekommen. Zum einen Sab Simplex und zum anderen ein Rezept für eine osteopathische Behandlung.

Sab Simplex holten wir anschließend aus der Apotheke und wendeten es auch eine ganze Weile an. Aber letztendlich hat dieses Medikament wirklich nicht die großen Wunder bewirkt.

Als nächstes fuhren wir zur Osteopathin. Sie hat getan, was Osteopathen eben tun und konnte wohl einige Blockaden lösen. Für den Tag der Behandlung wurde es tatsächlich besser. Aber das war es dann leider auch schon.

Irgendwann hat unsere Hebamme uns zwei weitere Mittel empfohlen. Wir versuchten unser Glück mit den Bigaia Tropfen. Diese sollen die Darmflora aufbauen und so die Koliken mindern. Hier hat es einige Zeit gedauert aber ich möchte behaupten, dass das tatsächlich ein Stück weit geholfen hat.

Außerdem gab sie uns Carum Carvi Kinderzäpfchen (Kümmelzäpfchen). Wenn nichts mehr ging, waren diese wirklich unsere Rettung.

Eine letzte Sache, die wir probiert haben, war natürlich das Naheliegendste – Wärme. Wir haben versucht ihr ein Körnerkissen auf den Bauch zu legen. Das erwies sich allerdings in den meisten Fällen bei einem sich vor Schmerzen krümmenden und schreienden Baby doch als schwierig.

Wahrscheinlich erweckt das beim Lesen jetzt den Eindruck, dass unsere kleine Maus ganz schön was durchprobieren musste. Jein – für diese ganzen Versuche hatten wir 14! Wochen Zeit. Das war wirklich nicht leicht. Da hat man so eine kleines hilfloses, vor Schmerzen weinendes Baby im Arm und weiß nicht wie man helfen soll. Wir haben Mara ganz viel getragen und gekuschelt, sie gestreichelt und versucht ihr das Gefühl zu geben, dass Mama und Papa da sind um ihr zu helfen.

Letztendlich kann ich wohl sagen, vieles der Dinge die wir probierten, haben irgendwie ein bisschen geholfen – kurzzeitig. Am meisten geholfen hat uns aber die Zeit. Nach dreieinhalb Monaten war der Spuk von einem auf den anderen Tag vorbei. Plötzlich. Einfach so.

Ich kann jedem nur raten: Durchhalten und aushalten! Es geht vorbei! :)

Jeder hat es einem gesagt, dass das nur die ersten drei Monate so sein wird, aber man konnte es sich kaum vorstellen. Außerdem unter diesem Aspekt betrachtet, können sich drei Monate wirklich ganz schön in die Länge ziehen. Aber sollten wir mal ein zweites Baby bekommen, werden wir damit wohl etwas entspannter umgehen können.

Vielleicht konnte ich einigen unter euch mit diesem Beitrag etwas Mut machen oder den ein oder anderen klugen Ratschlag geben. :)

Alles Liebe,

eure Steffi

 

 

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