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Eine Hebamme ist so wichtig

Unsere Erfahrung mit der Hebamme

Als ich schwanger wurde, habe ich mich recht zeitig (in der 14. Schwangerschaftswoche) um eine Hebamme bemüht. Bei uns auf dem Dorf gibt es nicht viele Hebammen, die zum Einzugsgebiet gehören und so war meine Wahl schnell getroffen. Ich rief sie an, wir verabredeten uns und sie war mir sofort sympathisch. Wir einigten uns darauf, dass ich mich melden würde, wenn es Probleme gibt oder ich Gesprächsbedarf hätte. Nichts ahnend, wie schnell ich sie wieder kontaktieren würde.

In der Schwangerschaft

Ich rief meine Hebamme nur ein paar Wochen nach dem Kennenlernen an, weil ich bereits sehr früh mit Wasser im Körper kämpfte. Ab da an war sie ein Mal wöchentlich zur Akupunktur bei mir zu Hause. Als es immer wärmer wurde und das Wasser natürlich zunahm auch zwei Mal. Wenn man ein Baby erwartet hat man kaum etwas anderes im Kopf als dieses Thema. Dennoch ist man sich natürlich darüber bewusst, dass das nicht auch heißt, dass sein Umfeld auch nur über das Thema Baby sprechen möchte. Bei den Besuchen meiner Hebamme war das anders. Sie war einfach dafür da. Ich konnte sie mindestens eine Stunde pro Woche mit Fragen löchern und ihr mein „körperliches Leid“ klagen. Sie hörte geduldig zu und sprach mir immer wieder gut zu.

Auch habe ich unter ihrer Leitung den Geburtsvorbereitungskurs mitgemacht. Zu der Zeit war ich schon lange zu Hause und so war das eine willkommene Abwechslung. Nicht nur, dass man wieder eine Menge erfuhr, man kam auch mit anderen Bald-Mamis in Kontakt. Ein Teil des Kurses war die Kreißsaalführung in dem Krankenhaus in dem ich entbinden wollte. Da sie früher dort arbeitete, konnte sie uns natürlich eine Menge zeigen.

Während der Geburt und der Krankenhausaufenthalt danach

Dass die Hebamme während der Geburt eine wichtige Rolle spielt, steht wohl außer Frage. Leider war meine Hebamme keine Beleghebamme, sodass sie bei meiner Entbindung nicht dabei war. Unter der Geburt wurde ich von zwei Hebammen betreut, da sie zwischendurch Schichtwechsel hatten. Beide waren ganz lieb und haben alles getan um es uns so angenehm zu machen wie es eben ging. Nach der Geburt ist sie natürlich nicht mehr nur für einen selbst, sondern auch für das kleine Wesen was gerade geboren ist, da.

In den folgenden drei Tagen im Krankenhaus war ich immer froh wenn mindestens eine Hebamme pro Tag vorbei kam und nach dem rechten sah. Mit dem einen oder anderen Problem oder Wehwehchen habe ich mich doch lieber an eine der Hebammen gewandt.

 

Die ersten Wochen mit dem Baby zu Hause

Einen Tag nachdem wir mit Mara zu Hause waren, kam meine Hebamme uns das erste Mal besuchen. Von da an sahen wir uns die ersten Tage jeden Tag, dann alle zwei Tage und dann ein Mal pro Woche. Wenn ich daran denke, wir hätten keine Hebamme gehabt – wir wären komplett aufgeschmissen gewesen. Abgesehen davon, dass sie sich auch um meine körperlichen und teilweise auch seelischen Wunden kümmerte, war sie uns eine große, wenn nicht sogar die größte Stütze im Umgang mit Mara. Sie zeigte uns nicht nur wichtige Handgriffe und Möglichkeiten im Umgang, sie hat uns vor allem mental sehr geholfen. Mara war ein sogenanntes „Schreibaby“ ( ich mag den Begriff nicht, aber Jeder weiß was ich meine), hatte Koliken und Geburtsverletzungen. Alles hing mit dem anderen zusammen. Das war keine einfache Zeit. Aber unsere Hebamme hat uns immer wieder Mut gemacht. Außerdem hat sie bei uns auch den Rückbildungskurs geleitet. Das war für mich nach der Geburt die erste Möglichkeit mal wieder raus zu kommen und mich mit den Müttern auszutauschen. Mit einigen treffe ich mich auch heute noch zusammen mit unseren Babys.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass eine Hebamme wichtig ist, und zwar für die ganze Familie. Nicht nur für die Mutter und das Kind, auch der Papa war sehr froh, dass sie da war. Und auch heute, sechs Monate nach der Geburt stehe ich noch immer hin und wieder mit ihr in Kontakt wenn es irgendwo klemmt.

Wie sind eure Erfahrungen? Hattet oder habt ihr auch eine so tolle Hebamme? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen.

Eure Steffi

 

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