Dein Kind – Deine Entscheidung

Von guten Ratschlägen und Besserwissern

Eines der wichtigsten Dinge, die ich in meiner kurzen Zeit als Mama bisher gelernt habe, ist zu allererst auf mich selbst zu hören. Sobald sich Nachwuchs ankündigt kommen zahlreiche Ratschläge auf einen zu. Das beginnt schon in der Schwangerschaft. Es ist dabei egal ob gefragt oder ungefragt.

Sei es was gegessen oder nicht gegessen werden soll, welche Aktivitäten man lieber meiden sollte, was man unbedingt zur Babyerstausstattung benötigt oder nicht. Wird man nun zum ersten Mal Mutter oder Vater steht man schnell da und weiß nicht was wahr, was falsch, was sinnig oder unsinnig ist. Also fängt man an sich selbst zu belesen. Das macht in den meisten Fällen die Unsicherheit nur noch größer.

Sicher gibt es Fakten zu bestimmten Themen an denen man sich meiner Meinung nach durchaus orientieren sollte. Dazu zählt beispielsweise rohes Fleisch zu meiden, sofern man nicht gegen die Infektionskrankheit Toxoplasmose immun ist. Selbiges gilt für den Konsum von Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft.

Wenn das Baby dann erst mal da ist, beginnt das Ganze noch eine Nummer schärfer.

Thema Stillen

Das fängt schon im Krankenhaus an. Wie oft? Wie lange? Welche Seite? Fünf Schwestern – mindestens sechs Meinungen. Als Erstmama steht man dann wieder da und fragt sich was denn nun das Beste für mein Kind, für die Milchbildung und auch für mein Wohlbefinden ist.

Thema Schlafen

Wie sollte das Baby schlafen? Wo sollte es schlafen? Decke oder Schlafsack? Dabei gibt es ja verschiedene Studien und Theorien zum Thema SIDS (Plötzlicher Kindstod).

Thema Schreien lassen

Wie oft hört man als junge Mutti: „Lass dein Kind doch mal schreien!“ , „Nimm es doch nicht immer gleich hoch, das merkt es sich!“, „Du verwöhnst es viel zu sehr.“?

Thema Beikost

Wann beginnt man? Womit beginnt man? Zu welcher Tageszeit beginnt man?

Es gibt hunderte Themen, die ich hier anführen könnte.

Es hat eine Weile gedauert aber wir haben gelernt nach unserem Gefühl und den Bedürfnissen unseres Babys zu entscheiden. So hat Mara z.B. entgegen der Empfehlungen die ersten Wochen mit im Familienbett geschlafen. Und so haben wir entgegen vieler Ratschläge aus dem Umfeld Mara nie allein weinen oder schreien lassen. Auch wenn dies bedeutete stundenlang mit einem weinenden Kind auf dem Arm durch die Wohnung zu laufen, denn Mara hat in den ersten 14 Wochen viel geweint.

Solange man auf seine und vor allem auf die Bedürfnisse seines Kindes eingeht kann man nicht viel falsch machen.

Es ist nicht verkehrt sich die Tipps und Ratschläge seines Umfeldes anzuhören. Ebenso ist es mit Sicherheit nicht falsch sich über Themen zu belesen aber letztendlich sollte man immer für sich selbst entscheiden.

Also liebe Erstlingsmamas, habt den Mut mehr auf euer Bauchgefühl zu hören! =)

In diesem Sinne,

viele Grüße,

eure Steffi

 

 

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